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Ratgeber Prostatakrebs

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Prostatakrebs Zentrum
Was ist Prostatakrebs?

Als Prostatakrebs, medizinisch Prostatakarzinom, wird der Krebs der Vorsteherdrüse (Prostata) bezeichnet. Ca. 65.000 Männer erkranken jährlich an Prostatakrebs. Damit ist er die häufigste Krebserkrankung bei Männern. In einem frühen Stadium verursacht Prostatakrebs meist keine Symptome. Erst im weiteren Verlauf stellen sich unspezifische Symptome wie Gewichtsverlust, Blasenleerungsstörungen oder Rückenschmerzen ein, die nicht sofort Rückschluss auf eine mögliche Krebserkrankung der Prostata geben. Die Therapiechancen sind im frühen Stadium sehr gut. Daher ist es wichtig, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen, um Prostatakrebs früh feststellen zu können. Für eine gute Behandlung ist es empfehlenswert, sich an ein zertifiziertes Prostatakrebs-Zetrum zu wenden.

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs, auch Prostatakarzinom genannt, ist die häufigste Krebserkrankung, an der Männer ab dem 50. Lebensjahr erkranken können. Übergeordnet beschreibt der Begriff „Krebs“ eine Vielzahl ähnlicher Erkrankungen, die alle eines gemeinsam haben: Sie bestehen aus bösartigen Zellveränderungen, die zur Folge haben, dass die Zellen unkontrolliert wachsen und gesundes Gewebe verdrängen bzw. zerstören. Zudem können sich veränderte Zellen in anderen Körperregionen ablagern (Metastasen) und dort ebenfalls Schaden anrichten.

Die Prostata

Die Prostata ist ein Organ, welches sich unterhalb der Harnblase befindet. Sie umschließt den oberen Teil der Harnröhre und sondert ein Sekret ab, welches einen Teil des Spermas bildet. Veränderungen dieses Organs sind nicht unüblich. Jeder zweite Mann, der das 50. Lebensjahr überschritten hat, leidet unter einer Vergrößerung der Prostata. Diese ist in der Regel gutartig und nicht behandlungsbedürftig, kann sich allerdings im Laufe der Zeit durchaus zum Negativen verändern.

Prostatakrebs verläuft zu Beginn völlig ohne Beschwerden. Treten erste Symptome von Prostatakrebs auf, kann die Erkrankung bereits weit fortgeschritten sein. Da Prostatakrebs allein im Frühstadium komplett heilbar ist, empfiehlt sich daher eine jährliche urologische Kontrolle, die von der gesetzlichen Krankenkasse für Männer ab dem 45. Lebensjahr bezahlt wird. Eine Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung in jüngeren Jahren wird im Einzelfall erstattet, wenn die Betroffenen aufgrund familiärer Vorbelastung zu solch einer Erkrankung neigen könnten. Je später Prostatakrebs diagnostiziert wird, desto schlechter stehen die Heilungschancen. Hat der Krebs bereits Metastasen gebildet und sind andere Organe zusätzlich betroffen, ist eine vollständige Heilung nicht mehr realistisch. Dann liegt der Schwerpunkt der Therapie in den Bemühungen, das Wachstum des Prostatakrebses zu verlangsamen.

Welche Symptome treten bei Prostatakrebs auf?

Prostatakrebs führt erst im fortgeschrittenen Stadium zu merklichen Beschwerden. Diese Beschwerden infolge von Prostatakrebs sind jedoch nicht klar umrissen und recht uncharakteristisch. So können die Betroffenen über Schmerzen in den Gliedern, Blasenentleerungsstörungen oder auch Rückenschmerzen klagen. Auch sind ein unerklärlicher Gewichtsverlust, Blutarmut oder Blut in Urin und Sperma mögliche Symptome von Prostatakrebs. Eine gutartige Veränderung der Prostata kann allerdings ähnliche Symptome aufweisen. Somit ist es allein anhand von Beschwerden äußerst schwierig, die Diagnose Prostatakrebs zu stellen. Erst entsprechende körperliche Untersuchungen sowie ein PSA-Test bringen deutlichere Resultate.

Wie ist die Prognose von Prostatakrebs?

Je früher der Prostatakrebs entdeckt wird, desto besser stehen die Chancen einer erfolgreichen Therapie. Im Zusammenhang mit Krebserkrankungen hört man heutzutage noch immer von der „5-Jahres-Überlebensrate“. Dabei handelt es sich um einen rein statistischen Wert, der in keiner Weise auf das einzelne Individuum übertragbar ist. So heißt es z. B. bei Prostatakrebs, dass über 90 % der Betroffenen nach fünf Jahren noch leben, wenn der Körper noch keine Metastasen gebildet hat. Mit jedem weiteren Jahr, das vergeht, sinkt dann die Wahrscheinlichkeit, erneut an Prostatakrebs zu erkranken. Im umgekehrten Sinne könnte man auch sagen, dass etwa 10 % der an Prostatakrebs erkrankten Männer nach der Diagnose keine fünf Jahre mehr leben. Auch gibt es nicht selten den Fall, dass Männer bereits als geheilt galten und dann vielleicht zehn Jahre später erneut an Prostatakrebs erkranken. Wurden bereits Metastasen gebildet, überleben dies etwa 40 % der Betroffenen. Die Therapie sollte in eine zertifizierten Prostatakrebs-Zentrum erfolgen.

Betroffene sollten sich jedoch von solchen Zahlen nicht verunsichern lassen. Jede Krebserkrankung ist individuell zu beurteilen. Kein Tumor gleicht dem anderen und keine Behandlung schlägt bei allen Patienten gleich gut oder gleich schlecht an. Allein der behandelnde Arzt ist unter Berücksichtigung aller Lebensumstände in der Lage, eine ungefähre Diagnose abzugeben, doch ist auch diese nicht in Stein gemeißelt.

Melissa Seitz

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Diagnose Prostatakrebs

Eine frühe Diagnose von Prostatakrebs ist notwendig, um die Therapie- und Heilungschancen zu erhöhen. Die Prognose ist besser, je frühzeitiger Krebs erkannt wird. Weil Prostatakrebs im Anfangsstadium wenige und eher unspezifische Symptome verursacht, ist es empfehlenswert, Maßnahmen der Krebsfrüherkennung wahrzunehmen.

Besteht ein Verdacht auf die Diagnose Prostatakrebs, wird der Arzt zunächst eine Tastuntersuchung der Prostata durchführen. Ein PSA-Test allein kann keinen Aufschluss über Prostatakrebs geben, da es für erhöhte Werte viele Gründe geben kann. Die Kontrolle des PSA-Wertes bietet aber die Möglichkeit, den Therapieverlauf zu beurteilen. Bei einer Biopsie wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und auf das Vorliegen von Krebszellen untersucht.

Wie auch andere Krebserkrankungen entsteht Prostatakrebs durch ein unkontrolliertes Wachsen von entarteten Zellen. Bei diesen Zellen ist ein Gendefekt vorhanden. Was genau die Auslöser sind, ist bis heute noch nicht geklärt. Bekannt ist, dass es Risikofaktoren für die Entstehung von Prostatakrebs gibt. Dazu zählen männliche Geschlechtshormone, Ernährung oder auch ein Vitamin-D-Mangel. Nicht zu beeinflussen sind das Alter und die familiäre Häufung, die auch Einfluss auf das Risiko für die Entstehung von Prostatakrebs haben. Personen, die beruflich Kontakt mit metalischem Kadmium oder in der Gummi-verarbeitenden Industrie tätig sind, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

 

Ein Prostatakrebs-Zentrum muss die Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft bzw. OnkoZert erfüllen, um eine Zertifizierung zu erhalten. Ganz wichtig ist hierbei, dass die Therapieentscheidung auf der aktuellen Leitlinie beruht und in der Tumorkonferenz beschlossen wurde. Die Tumorkonferenz ist ein Treffen der verschiedenen medizinischen Disziplinen, die an der Therapie beteiligt sind wie z. B. Chirurgen, Strahlentherapeuten, Urologen, Hämato-/Onkologen, Pathologen, Psychoonkologen, Sozialarbeiter.

Daneben gibt es eine Zertifizierung durch den Dachverband der Prostatazentren Deutschland e. V. Vieles haben die beiden Zertifizierungen gemeinsam. Unterschiedlich ist, dass in diesen Zentren alle Erkrankungen der Prostata (wie z. B. gutartige Prostatavergrößerungen) behandelt werden.